von Lindsay Nash | Sep. 29, 2026 | Artikel
Wenn es darum geht, den Usern Ihres Award-Programms Barrierefreiheit zu bieten, kann das Wort „Compliance“ einschüchternd wirken. Was bedeutet es, konform mit Barrierefreiheitsstandards zu sein? Woher wissen Sie, ob Ihr Award-Programm für alle User zugänglich ist?
Im Kern geht es bei Barrierefreiheit darum, Ihr Award-Programm für mehr Menschen zugänglich zu machen. Auszeichnungen können an jeden verliehen werden. Deshalb stellen wir bei Award Force sicher, dass unsere Software für alle funktioniert.
„Barrierefreiheit ist universelles Design: Wenn wir für Menschen mit Behinderungen entwerfen, schaffen wir auch bessere Erlebnisse für alle“, sagte Rachel Martin, Product Manager und unsere Expertin für Barrierefreiheit bei Award Force.
„Denken Sie daran, wie hilfreich Untertitel in einer lauten Umgebung sind oder ein guter Farbkontrast, wenn Sie an einem sonnigen Tag unterwegs sind und versuchen, eine Nachricht auf Ihrem Telefon zu lesen. Sogar abgesenkte Bordsteine und Rampen, die für Menschen mit Behinderungen konzipiert wurden, sind für jeden nützlich, der auf Rädern unterwegs ist, sei es mit einem Kinderwagen, einem Fahrrad oder einem Roller. Universelles Design macht die Dinge für alle besser.“
Von Screenreader-freundlicher Navigation über Tastaturnavigation und flexible Farboptionen bis hin zu Videountertiteln und mehr – Award Force ist vollständig konform mit WCAG 2.2.
Aber was bedeuten diese Buchstaben und Zahlen? In diesem Artikel werden wir die Terminologie entmystifizieren, erklären, warum sie für das Award-Erlebnis wichtig ist, und Einblicke geben, was in Ihrem Kontrollbereich als Programm-Manager liegt.
WCAG steht für Web Content Accessibility Guidelines (Richtlinien für barrierefreie Webinhalte), herausgegeben vom W3C (World Wide Web Consortium), dem internationalen Gremium, das Webstandards festlegt.
Die Richtlinien dienen als technischer Standard und erklären, wie Webinhalte für Menschen mit Behinderungen zugänglicher gemacht werden können. Web-„Inhalte“ beziehen sich im Allgemeinen auf die Informationen auf einer Webseite oder in einer Webanwendung, einschließlich:
WCAG gilt für dynamische Inhalte, Multimedia, das Web auf mobilen Geräten und KI-Webschnittstellen. WCAG kann auch auf Nicht-Web-Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) wie native Apps, Software und Dokumente angewendet werden.
WCAG 2.2 ist ein technischer Standard, kein Gesetz, aber er bildet die Grundlage für die Gesetzgebung in den meisten wichtigen Märkten, wie den Public Sector Bodies Accessibility Regulations und dem Equality Act 2010 im Vereinigten Königreich, dem Americans with Disabilities Act in den USA und dem europäischen Rechtsakt zur Barrierefreiheit in der EU.
Für Award-Programme können die WCAG 2.2-Richtlinien und die zugehörige Gesetzgebung für mehrstufige Formulare, Datei-Uploads, Login-Flows, die Jury-Oberfläche, Broadcast-Kommunikation und mehr gelten.
Die WCAG-Richtlinien umfassen die vier „POUR“-Prinzipien:
Wenn eines dieser Prinzipien nicht erfüllt ist, können User mit Behinderungen das Web nicht nutzen – oder nicht am Award-Programm teilnehmen.
WCAG 2.2 enthält insgesamt 87 Erfolgskriterien, wobei 9 neue Kriterien hinzugefügt und eines aus Version 2.1 entfernt wurde, da es redundant geworden war, weil moderne Browser es nun automatisch handhaben.
Hier ist eine Aufschlüsselung der Neuerungen:
Zwei neue Kriterien, „Focus Not Obscured“ (Fokus nicht verdeckt) und „Focus Appearance“ (Fokus-Erscheinungsbild), erfordern, dass das aktive Element immer deutlich auf dem Bildschirm sichtbar ist, wenn jemand mit einer Tastatur (statt einer Maus) durch Ihre Website navigiert. Zuvor konnten ein fixierter Header oder ein Cookie-Banner das fokussierte Element unbemerkt verbergen.
Für Award-Programme betrifft dies jeden, der ein Formular für Einreichungen oder eine Jury-Oberfläche ohne Maus navigiert – eine häufige Notwendigkeit für User mit motorischen Einschränkungen.
Das neue Kriterium „Accessible Authentication“ (Barrierefreie Authentifizierung) bedeutet, dass Websites von Usern nicht mehr verlangen dürfen, einen kognitiven Test, wie z. B. ein CAPTCHA mit verzerrtem Text, als einzige Möglichkeit zum Einloggen zu lösen. Es muss eine barrierefreie Alternative zur Verfügung stehen.
Es bedeutet auch, dass das Kopieren und Einfügen in Passwortfelder nicht blockiert werden darf. Dies ist wichtig, da viele User mit kognitiven Behinderungen auf Passwort-Manager oder gespeicherte Zugangsdaten angewiesen sind, anstatt diese aus dem Gedächtnis einzutippen.
„Redundant Entry“ (Redundante Eingabe) erfordert, dass Informationen, die ein User bereits in derselben Sitzung bereitgestellt hat, entweder vorausgefüllt oder zur erneuten Auswahl verfügbar sind. Sie sollten dieselben Details nicht zweimal eingeben müssen.
Dies ist direkt relevant für mehrstufige Formulare für Einreichungen, bei denen Teilnehmende oft gebeten werden, Kontakt- oder Organisationsdaten erneut einzugeben, die sie bereits bei der Registrierung angegeben haben.
Zwei Kriterien befassen sich damit, wie sich Schnittstellen auf Touchscreens und mit Zeigegeräten verhalten:
Beides ist wichtig, da immer mehr Teilnehmende und Jurymitglieder ihre Aufgaben auf Handys und Tablets erledigen.
Wenn ein Hilfemechanismus, ein Chat-Widget, ein Hilfe-Link oder Kontaktdaten auf mehreren Seiten Ihres Programms erscheinen, müssen sie auf jeder Seite an der gleichen Position erscheinen. User, die auf Support-Funktionen angewiesen sind, sollten nicht danach suchen müssen.
Dies ist etwas, das Programm-Manager direkt kontrollieren: Wenn Sie einen Hilfe-Link oder eine Kontakt-E-Mail auf Ihren Programmseiten einfügen, platzieren Sie diese konsistent.
Die gute Nachricht: Der Großteil der technischen Arbeit liegt bei Ihrem Anbieter für Award-Management, nicht bei Ihnen. Dessen Aufgabe ist es, sicherzustellen, dass die zugrunde liegende Software – wie Navigation, Authentifizierungsabläufe, Formularverhalten, Touch-Ziele, Fokusindikatoren – dem Standard entspricht.
Ihre Aufgabe ist es, sicherzustellen, dass die Inhalte, die Sie erstellen und konfigurieren, dasselbe tun.
Fordern Sie eine Erklärung zur Barrierefreiheit oder ein Voluntary Product Accessibility Template (VPAT) an. Dies ist ein formelles Dokument, das darlegt, welche WCAG-Kriterien die Plattform erfüllt und wo Lücken bestehen. Wenn Ihr Anbieter kein solches Dokument vorlegen kann, ist das beachtenswert, insbesondere wenn Ihr Programm von oder im Auftrag einer Organisation des öffentlichen Sektors durchgeführt wird.
Award Force ist vollständig konform mit den Standards WCAG 2.2 AA, Revised Section 508 und den Barrierefreiheitsanforderungen der EN 301 549. Ein VPAT steht zum Download bereit, und Verbesserungen der Barrierefreiheit werden laufend vorgenommen und regelmäßig anhand der neuesten WCAG-Standards geprüft.
Hier sind einige Überlegungen für die Verwaltung der Inhalte rund um Ihr Award-Programm:
Barrierefreiheit ist eine fortlaufende Aufgabe für jede Organisation. Sie sind nicht sicher, was als Nächstes zu tun ist? Hier sind einige Vorschläge für die nächsten Schritte.
Bei Barrierefreiheit geht es um Compliance, aber auch darum, den Teilnehmenden Ihres Awards Zugang und eine einfache User Experience zu bieten.
User mit kognitiven Behinderungen, motorischen Einschränkungen, Sehbehinderungen und Mobile-only-User profitieren alle von den neuen Kriterien der WCAG 2.2. Aber diese Verbesserungen helfen auch dabei, generell eine breitere Programmbeteiligung zu erreichen. Eine einfache und angenehme User Experience hilft jedem, der Schwierigkeiten beim Ausfüllen von Online-Formularen haben könnte.
Indem Sie eine benutzerfreundliche und barrierefreie Erfahrung bieten, beweisen Sie, dass Ihre Organisation und Ihre Awards wirklich inklusiv sind und nicht nur technisch konform.
Artikel
Funktionsschwerpunkt
Anleitungen
Pressemitteilungen
Produkt-Updates